September 2025
Was passiert, wenn die B31West nicht gebaut wird?
Dass bezüglich der Fertigstellung dieser Bundesstraße aktuell nichts passiert, liegt an der Blockadehaltung des Landesverkehrsministeriums. Sollte dieses nach den kommenden Landtagswahlen 2026 an die CDU gehen, bestehen durchaus Chancen auf eine Fertigstellung.
Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Gemeinde Ihringen alles daran setzen, den Verkehr im Rahmen aller rechtlichen Möglichkeiten auch auf die Nachbargemeinden gerecht zu verteilen. Dazu gehört vorrangig der Ausbau der „Allee“ von der Merdinger Straße/Wasenweiler in Richtung Gottenheim. Die Gemeinde Merdingen würde diese Straße gerne zu einer reinen Radfahrstraße zurückbauen, was es zu verhindern gilt.
Da das Regierungspräsidium sowie alle verantwortlichen politischen Fraktionen faktisch in einer Bringschuld stehen, was tragfähige Alternativen zur B31-West betrifft, werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, solche Alternativen zu schaffen.
Wie wichtig dieser Straßenausbau ist, zeigten die großräumigen Umleitungen im Sommer 2025 infolge des Glasfaserausbaus in der Hauptstraße Wasenweiler. Hier fehlte eindeutig eine raumnahe Alternativroute; die „Allee“ wurde faktisch als Schleichweg genutzt.
Darüber hinaus sind die Behörden verpflichtet, endlich eine rechtskonforme Verkehrsanbindung an das Gewerbegebiet in Wasenweiler zu schaffen. Schon allein aus diesem Grund wird diese Straße als Alternative benötigt. Dies hätte zudem zur Folge, dass sich künftig keine LKW mehr durch enge Ortsgassen quälen müssen, um das Gewerbegebiet zu erreichen.
Die Gemeinden Merdingen und Gottenheim sollten sich dieses Szenario – inklusive aller Konsequenzen für den eigenen innerörtlichen Durchgangsverkehr – deutlich vor Augen führen, um eine Fertigstellung der B31-West gegebenenfalls neu zu bewerten.